Gestatten – Das HHN Racing Team

Unser Aufbau

Ein Interview mit unserer Projektleitung des HNR16 zur Saison 2015/16

Wie zufrieden seid ihr inzwischen mit dem Stand des HNR16?

Projektleitung: „Kurz vor Weihnachten so viel CAD-Daten zu haben, ist schon ein tolles Gefühl! Da sind wir der letzten Saison um einiges voraus. Gemessen an der Teamgröße sind wir schon zufrieden mit dem aktuellen Stand, aber mehr und besser geht immer. Wäre ja entgegen unserer Ingenieur-Natur, wenn wir uns leicht zufrieden geben würden…!“

Ist die neue Saison gut für euch gestartet?

Projektleitung: „Der Start in die Saison war schwierig. Dadurch, dass wir bis Mitte September noch voll in der Saison 14/15 steckten, konnten wir uns auf die neue Saison nicht so vorbereiten, wie wir es gerne gemacht hätten. Wir hätten ehrlich gesagt auch nie mit 53 Bewerbern für unser Team gerechnet! Das hat uns viele neue Möglichkeiten eröffnet, weshalb wir dann umso furioser durchgestartet sind.“

Was sind die größten Herausforderungen dieses Jahr für das HHN Racing Team?

Projektleitung: „Die größte Herausforderung wird sein, den Zeitplan so durchzuziehen, wie wir es geplant haben. Der Projektplan erfordert viel Disziplin und Einsatz unserer Teammitglieder. Aber das, was wir bisher sehen, lässt auf mehr hoffen! Und da wir wirklich viele und gute Teammitglieder haben, können wir auch intensiv daran arbeiten, in unserem Verein eine ordentliche Infrastruktur aufzubauen. Infrastruktur bedeutet Dokumentation, Prozessoptimierung und Grundlagen für die kommenden Jahre und Jahrzehnte schaffen.“

Bei welchem Wettbewerben werdet ihr dieses Jahr teilnehmen?

Projektleitung: „Final können wir das noch nicht sagen, da wir uns wie jede Saison erst für die Wettbewerbe registrieren müssen. Die Registrierungen finden jeweils über ein Onlinequiz statt, in dem Fragen über das 200-seitige Reglement gestellt werden. Diese Hürde ist nicht zu unterschätzen! Aber wir planen nach Italien, Österreich und schließlich auch nach Hockenheim zu fahren. Alternativen gibt es genug: Ungarn, Tschechien, Spanien.“

Was habt ihr dieses Jahr für Erwartungen bei den Wettbewerben?

Projektleitung: „In der zweiten Saison sollten wir uns mit großen Erwartungen zurückhalten. Ziel Nummer 1 ist es, die Events ohne technische Defekte durchzufahren. Deshalb möchten wir auch mehrere Monate testen, um Fehler wie einen losvibrierten Zündkerzenstecker zu vermeiden. Dies setzt natürlich auch voraus, dass wir durch die technische Abnahme kommen. Durch optimale Vorbereitung auf diese erhoffen wir uns auch einen Zeitgewinn, um auf den Events länger testen zu können.
Wir möchten uns auch in den „statischen Disziplinen“ wie Cost Analysis und Engineering Design deutlich besser vorbereiten und präsentieren. Wir sind der Überzeugung, hier für die ein oder andere Überraschung sorgen zu können (lachen)“

Das Team war noch nie so groß wie diese Saison. Was wollt ihr tun, damit nächstes Jahr das Team wieder mindestens genauso groß ist?

Projektleitung: „Rund 50 Mitglieder toppt alles aus der Vergangenheit, zumal wir mit rund 15 BWLerinnen und BWLern auch über ein starkes Organisationsteam verfügen, welches uns viel Spielraum gibt. Wünschenswert ist natürlich, dass das Team in der nächsten Saison über dieselbe Kapazität verfügt.
Aber viel wichtiger als Manpower ist die Wissensweitergabe! Die muss unbedingt gut funktionieren, damit wir auch technisch und organisatorisch innovativer agieren können. Deshalb möchten wir bereits ab dem Sommersemester 2016 (März) für die kommende Saison werben, sodass wir möglichst im Mai/Juni das Team für die Formula Student-Saison 2016/2017 nahezu komplett haben. Dann können sich die neuen Bauteilverantwortlichen mit den „alten Hasen“ zusammensetzen und bereits für die nächste Saison planen und überlegen. Das löst dann eine Kettenreaktion aus: Frühere Konzeptphase à mehr Zeit zum Konstruieren, à mehr Zeit zum Optimieren, à mehr Zeit zum Fertigen und Testen und daraus folgen hoffentlich à sportliche Erfolge!“

Zu guter Letzt: Was wollt ihr eurem Team noch auf den Weg geben?

Projektleitung: „Wir sind sehr froh darüber, mit so einem tollen und großen Team arbeiten zu können! Es freut uns wahnsinnig zu sehen, wie alle an einem Strang ziehen und Lust auf das Projekt „Formula Student“ haben. Wir hoffen sehr, dass das die ganze Saison so bleibt! Die Fertigungs- und Zusammenbauphase wird sehr stressig und erfordert viel Zeiteinsatz unserer Mitglieder. Auch wenn die Nerven dann ab und zu blank liegen werden: wir rocken diese Saison!!!“

Joris Braun
Joris BraunProjektleitung Gesamtprojekt HNR16
Pascal Schneider
Pascal SchneiderProjektleitung Gesamtfahrzeug HNR16